Wir über uns

Seit 1970 baut die Firma Ernst Krebs KG in Großenaspe Kies ab. Nach erfolgtem Kiesabbau mit anschließender Teilverfüllung erkannten wir die Notwendigkeit der Errichtung einer abgedichteten Deponie für belasteten Bauschutt und Stahlwerkschlacken. Gemeinsam mit dem "Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten des Landes Schleswig-Holstein" haben wir im März 1985 mit der Planung begonnen. Im September 1986 wurde der Antrag auf Planfeststellung gestellt. Das Landesamt für Wasserhaushalte und Küsten erteilte im März 1991 den Planfeststellungsbeschluß. Dieser wurde im Dezember 1992 rechtskräftig.      Nach Feststellung des 1. Bauabschnitts im November 1993 wurde im Mai 1994 der Deponiebetrieb aufgenommen.

Geschäftsführerin der GEG ist Frau Carén Krebs, die seit dem 1. Januar 1993 Alleininhaberin der Firma Ernst Krebs KG ist. Sie hat diese Firma von ihrem Vater, Ernst Krebs übernommen, der durch seinen Einsatz in vielen Jahren den Bau der Deponie ermöglicht hat. Frau Carén Krebs hat das Studium des Bauingenieurwesens sowie ein Abfallwirtschaftsstudium abgeschlossen.

Im Mai 1993 wurde mit den vorbereitenden Erdarbeiten begonnen.
    
Böschungsbereich in der Neigung 1 : 3     Auf dem Grundplanum der Böschungen wurde die mineralische Dichtung aus Geschiebemergel in drei Lagen á 25 cm bei einer Mindestbasisdicke von > 75 cm eingebaut.

Der Mergel wurde von der Deponiesohle und über die Böschungskrone angefahren und von dort aus durch Bagger verteilt und eingebaut. Mit Hilfe von Lasern und Böschungslehren wurde die Einhaltung der vorgegebenen Einbauhöhen überwacht.
    
Die lagenweise Verdichtung des Mergels erfolgte durch den Einsatz einer Schaffußwalze. Dabei ist die Anzahl der "Übergänge" entscheidend für den Grad der Verdichtung. Die Oberfläche der letzten Lage wurde nach vorheriger Verdichtung mit einer Tandemwalze geglättet, damit das anfallende Niederschlagswasser ungehindert abfließen kann.     
    
In regelmäßigen Abständen wurde Probekerne der einzelnen Mergellagen entnommen. Durch Eigenüberwachung und Fremdüberwachung - Erdbaulabor Enders & Dührkop - wurden Wassergehalt, Dichte und Durchlässigkeit der Proben ermittelt. Der kurze Weg von der Deponie zum Labor ermöglichte eine schnelle Information nach erfolgter Analyse. Das mineralische Dichtungsmaterial wurde in der Grube der Firma Ernst Krebs KG in Schönbek bei Bordesholm gewonnen. Aus dem gleichen Material wurde die mineralische Dichtung der Abfallentsorgungsanlage der Stadtwerke Neumünster hergestellt. Alle dort gemessenen Analysewerte - seit 1990 - waren besser als behördlich gefordert.

Die täglichen Einbauabschnitte wurden so bemessen, dass am Abend die 3. Mergellage zum Wetterschutz mit Folie abgedeckt werden konnte. Das erforderte die genaue Abstimmung der Anlieferung und des Einbaues der einzelnen Lagen.

Zeitlich versetzt erfolgte die Abdeckung der Basisdichtung mit Recyclingschotter der Körnung 20/63 mm bei einer Schichtdicke von 30 cm. Sie schützt den Mergel über den Zeitraum der Einlagerung von Abfallstoffen gegen Sonne, Regen und Frost. Anhand zuvor durchgeführter Versuche auf dem Deponiefeld wurde festgestellt, dass dieses Recyclingmaterial einen Großteil der aufgenommenen Niederschlagsmenge in Form von Verdunstung wieder abgibt. Dieses wirkt sich positiv auf den reduzierten Sickerwasserabfluss aus.

Mit dem Einbau von Mergel in der Deponiesohle erfolgte gleichzeitig das Verlegen der Drainagerohre sowie das Setzen des ersten Sickerwasserschachtes. Die Drainagerohre wurden in zuvor ausgehobenen "Mergelmulden" verlegt und mit Filterkies ummantelt. Der Sickerwasserschacht wurde in einem geschlossenen und verdichteten Mergelbett eingebaut.

Die bauliche Ausführung der Stapelteiche erfolgt in einer doppelt verlegten Kunststoffdichtungsbahn mit eingebauter Kontrolldrainage aus Dränmatten im Böschungsbereich und Filtersand in der Sohle. Eine Leckerkennungsdrainage in der Mitte der Stapelteiche verlegt, führt aus dem Becken zu einem Kontrollschacht, wo eine Prüfung auf Dichtheit jederzeit gegeben ist.

Die Zuschnitte der ersten Kunststoffdichtungsbahn wurden auf dem Feinplanum der Stapelteiche verlegt und überlappend verschweißt. Nach dem Fixieren der Dränmatten im Böschungsbereich und dem Einbau von Filtersand in der Sohle folgte die Verlegung der zweiten Kunststoffdichtungsbahn analog zur Ersten.

Im Eingangsbereich werden die zur Annahme bestimmten Abfälle mit einer elektronischen Waage gewogen, auf Richtigkeit der Deklaration durch die Eingangsanalyse, auf ordnungsgemäße Begleitpapieren und evtl. notwendige Verpackung kontrolliert und gegebenenfalls Rückstellproben genommen. Von jedem angelieferten Abfall werden Erzeuger, Anlieferer, Mengen und Ablagerungsort per EDV erfasst. Über viele Jahre können so "die Wege" dieses Abfalls verfolgt werden.

Ab August 1994 bis Dezember 2005 wurden ca. 170.000 m3  mineralischer Abfall eingelagert. Den größten Anteil machen dabei Asbestabfälle aus, die in Big-Bags verpackt angeliefert und eingebaut werden. Der Positiv-Katalog umfasst zur Zeit 75 Abfallschlüssel, von denen außer Baustoffen auf Asbestbasis, verbrauchter Strahlsand und leicht schadstoffbelasteter Boden oder Bauschutt zu den am häufigsten angelieferten Abfällen gehören.

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Entsorgungsgesellschaft

24623 Großenaspe
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Telefax 0 43 27 / 99 69 04
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